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Die Positronen-Emissions-Tomographie ist eine nicht- invasive, nuklearmedizinische Untersuchungsmethode. PET kann Stoffwechselvorgänge von außen sichtbar machen. Dazu werden dem Patienten winzige Mengen radioaktiv markierter Stoffe, sogenannte Tracer, in die Vene gespritzt, die sich im Körper verteilen und in bestimmten Geweben z.B. Tumoren anreichern.
Ein bei der Krebsdiagnostik mit großem Erfolg eingesetzter Tracer ist das FDG (F-18 Dxyglukose), ein mit radioaktivem Fluor markiertes Traubenzuckermolekül. Da Krebszellen einen erhöhten Traubenzucker-Verbrauch gegenüber gesunden Zellen haben, reichert sich das FDG in den kranken Zellen verstärkt an.
Die unterschiedliche Verteilung in den Körperzellen wird mit Hilfe der PET-Kamera sichtbar gemacht. Selbst wenige Millimeter kleine Krebsherde lassen sich so aufspüren. Da FDG-PET allgemein Veränderungen im Zuckerstoffwechsel nachweisen kann, hat dieses Verfahren neben dem Haupteinsatzgebiet der Krebsdiagnostik auch in der Neurologie und Psychiatrie (z. B. Alzheimererkrankung) sowie in der Kardiologie (vitaler Herzmuskel) klinische Bedeutung erlangt.
Das PET/CT-Kombinationsgerät ermöglicht sogar die fast zeitgleiche Durchführung einer PET und einer Computertomographie. Durch die Kombination beider Verfahren lassen sich Zellbereiche mit hoher Stoffwechselaktivität präzise einer Gewebeschicht oder einem Organ zuordnen. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn ein PET-Befund genau lokalisiert werden muss (z. B. vor einer Operation oder einer Gewebeentnahme).
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Strahlenbelastung
Positronenstrahler, wie sie im PET eingesetzt werden, haben sehr kurze Halbwertszeiten. FDG hat eine Halbwertszeit von 110 Minuten, d. h. nach 2 Stunden ist nur noch die Hälfte, nach 4 Stunden ein Viertel usw. der ursprünglichen Aktivität im Körper vorhanden. Außerdem wird ca. 1/3 der Aktivität in der ersten Stunde mit dem Urin ausgeschieden.
Da schon nach wenigen Halbwertszeiten praktisch alle Radioaktivität zerfallen ist, endet die Strahlenbelastung meist lange bevor die Substanz selbst aus dem Körper ausgeschieden ist.
Die Strahlenbelastung durch eine PET-Untersuchung liegt bei ca. 5 -10 mSv und entspricht damit der zwei- bis dreifachen Strahlenexposition der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung. In Kombination mit CT erhöht sich die Gesamtstrahlenbelastung um die CT-Komponente, die z.B. bei einem CT Thorax bei 8 mSv oder bei einem CT Abdomen/Becken bei 10 mSv liegt.
Je nach Indikation lässt sich die Strahlenexposition der CT-Komponente auch durch die "Low-dose"-Technik verringern. Damit liegt die Strahlenbelastung durch CT bei ca. 2 - 4 mSv.
Die Untersuchung ist für beteiligte Angehörige / Begleitpersonen völlig ungefährlich. Wir empfehlen trotzdem in den ersten 6 Stunden nach Injektion des Radiopharmakons von anderen Personen möglichst Abstand zu halten und Kontaktzeiten mit Kindern zu minimieren.
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Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Zur Untersuchung sollte eine Begleitperson mitgebracht werden. Eine PET-Untersuchung nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch und sollte terminlich gut geplant sein. Es muss ein Zeitraum von 2 bis 4 Stunden einkalkuliert werden. Diese Zeitspanne beinhaltet die Vorbereitung der Patienten, die Untersuchung selbst sowie die Nachbetreuung der Patienten.
Bei Schmerzempfinden, Nervosität oder Angstzuständen können Beruhigungsmittel oder Schmerzmittel gegeben werden. Dies ist besonders wichtig, da die Untersuchung in einer entspannten Lage durchgeführt werden soll. Eine spezielle Kleidung ist nicht erforderlich. Aufgrund des langen Aufenthaltes vor Ort sollten in dieser Zeit benötigte Medikamente bzw. Lesehilfen und Lesestoff etc. mitgebracht werden.
Vor Untersuchungsbeginn wird der aktuelle Blutzucker bestimmt und falls notwendig, medikamentös eingestellt. Der Grenzwert liegt bei 140mg/dl. Zum Untersuchungszeitpunkt sollte im Körper des Patienten ein gewisser Mangel an Glukose herrschen, damit möglichst viel der radioaktiv markierten Glukose aufgenommen wird.
Wo wird die Untersuchung durchgeführt?
Die Leistung wird erbracht von der Nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis Schwäbisch Hall und Radiologische Gemeinschaftspraxis Neckarsulm PET/CT-Kooperation Löwenstein Partnergesellschaft im Klinikum Löwenstein, Geißhölzle 62, 74245 Löwenstein.
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Vorbereitung auf die Untersuchung
Die PET/CT-Untersuchung bedarf bestimmter Voraussetzungen und Vorbereitungen, die für eine gute Bildqualität und die Durchführung der Untersuchung entscheidend sind.
- In der Regel muss eine Nüchternheit von 12 Stunden vor Untersuchungsbeginn eingehalten werden, d.h. der Patient darf nach dem Abendessen am Vortag keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Am Untersuchungstag selbst können ungesüßte Getränke eingenommen werden.
- Am Vortag ist jede körperliche Belastung zu vermeiden.
- Medikamente können wie gewöhnlich eingenommen werden. Ausnahmen bestehen bei Medikamenten, die den Blutzucker stark beeinflussen können, wie z.B. Cortison-/ Insulinpräparate oder orale Antidiabetika.
- Bei einer PET-Untersuchung müssen die aktuellen Blutwerte (Kreatinin, TSH) vorliegen und die kompletten Ergebnisse der Voruntersuchungen (Röntgen, Endoskopie, CT, MRT).
Finanzierung
Bei Patienten der Privaten Krankenversicherung werden PET-, PET/CT-Untersuchungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der Regel erstattet. Privat versicherten Patienten wird empfohlen, vor der Untersuchung bei ihrer Krankenkasse nachzufragen.
Seit 2007 ist die PET-CT-Untersuchung bei der Abklärung des nicht kleinzelligen Bronchial-Karzinomes und bei der Frage der Rundherd-Abklärung im Lungenbereich eine Leistung der GKV-Versorgung geworden. Diese Untersuchungen werden im ambulanten Bereich derzeitig auf Antrag zur Kostenerstattung in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen genehmigt und auch bezahlt.
Ansonsten ist bei den übrigen Indikationen zur PET- und PET-CT-Untersuchung die Untersuchung selbst keine Leistung der GKV. Daher müssen gesetzlich versicherte Patienten, bei denen eine PET-Untersuchung nach verantwortungsvoller Indikation entscheidend für die weitere Therapie sein kann, diese Untersuchung selbst bezahlen. Auf Basis GOÄ werden je nach Indikation zwischen 800 € und 1.400 € berechnet.
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